Juli 2019

Einweihungsfest mit großem Infotainment

Bei hochsommerlichen Temperaturen begrüßte die HDP GmbH am 25. Juni 2019 ihre Gäste im angenehm kühlen Foyer, um den Neubau und die erfolgreiche Inbetriebnahme des gemeinschaftlich mit den Kunden errichteten Rechenzentrums zu feiern.

Vorstände, Geschäftsführer und IT-Leiter der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen aus dem ganzen Bundesgebiet zählten als Kunden zu den Gästen.

Ein ganz besonderes Rechenzentrum wurde hier eingeweiht – besonders deshalb, weil es ein echtes Gemeinschaftswerk der SIGUV-Partner ist und weil das RZ Eigenschaften aufweist, die es zu einem der modernsten seiner Art machen.

Modulbauweise – schnell, effizient und zukunftssicher

Da ist zum Beispiel die Modulbauweise. Modulbauweise bedeutet in diesem Fall, dass vom Beginn der Erdarbeiten bis zum Gesamtfunktions- und Lasttest kein halbes Jahr vergangen ist. Nach einer ebenfalls sehr zügigen Planungsphase wurden die vorgefertigten RZ-Module im sogenannten Plug-and-Play-Verfahren zu einem Komplex zusammengefügt. Die Bauzeit hier war um circa 70 % kürzer als normal, was natürlich enorme Kosten spart. Die Modulbauweise macht das Rechenzentrum außerdem enorm zukunftssicher. Denn ähnlich schnell können Erweiterungen vorgenommen werden – jederzeit und passend zu den jeweiligen Anforderungen. So musste nicht auf Vorrat gebaut werden, und das Rechenzentrum kann genau dann erweitert werden, wenn der Bedarf da ist und genau so, wie die zukünftigen Nutzer es brauchen. Die Fundamente für zwei weitere Module sind bereits schon einmal vorgegossen.

 

Klimatisierung – fortschrittlich und nachhaltig

Auch im Hinblick auf die Energiekosten und den Verbrauch natürlicher Ressourcen setzt das Kühlsystem des neuen Rechenzentrums Maßstäbe. Die Klimatisierung des RZs folgt hierbei einem dreistufigen Modell: In der kühleren Jahreszeit wird kalte Außenluft nach innen geleitet. Über getrennte Luftströme kreuzt sich die warme Prozessluft aus den Serverräumen mit der eingeleiteten kühleren Außenluft, es kommt zur Abkühlung im Innenraum. Wenn es draußen allmählich wärmer wird, schaltet sich eine ähnlich einfach funktionierende, zweite Stufe der Kühlung ein: Jetzt kommt Wasser ins Spiel, das im geschlossenen System zum Verdunsten gebracht wird. Dieses Prinzip nennt sich adiabate Kühlung. Die ersten beiden Stufen der Kühlung – die indirekte freie Kühlung durch Außenluftzufuhr und die adiabate Kühlung – sind so effektiv, dass nur bei wirklich hochsommerlichen Außentemperaturen eine Kompressor-Kühlung als dritte Stufe zugeschaltet werden muss. Im Schnitt ist dies nur in circa 6,5 % der Betriebszeit der Fall.

Durch die in Stufe 1 und 2 erbrachten Kühlleistungen kann die Kompressor-Kältemaschine in Stufe 3 – diese funktioniert nach dem Prinzip eines Kühlschrankes – wesentlich kleiner dimensioniert werden als bei herkömmlichen Anlagen. Bedenkt man, dass die Kühlung von Rechenzentren bis zu 60 % der Betriebskosten ausmachen kann, wird klar, was dies bedeutet: Das Rechenzentrum spart erheblich Kosten und setzt Maßstäbe in Fragen der ökologisch-gesellschaftlichen Verantwortung.

Modular und skalierbar – für eine günstige Energiebilanz

Das gesamte Energiekonzept des SIGUV-Rechenzentrums setzt übrigens auf Skalierbarkeit und Modularität und damit auf eine gute Energiebilanz, ohne bei der Hochverfügbarkeit Kompromisse eingehen zu müssen. Der Ressourcenverbrauch entspricht dabei dem jeweiligen Ausbaugrad, und Energieverschwendung wird durch modernste Konzepte vermieden.

Wichtigstes Ziel bei der Planung und Realisierung des neuen Rechenzentrums war und ist die Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit der hier installierten Systeme und Anwendungen, auch während der Wartungszeiten. Diese Ziele konnten durch redundante Versorgungssysteme in der Stromversorgung und Klimatisierung sichergestellt werden.

So sind die Anlagen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV-Anlagen) modular aufgebaut und können an die aktuelle Betriebssituation angepasst werden. Auch die Transformatoren arbeiten bereits im Normalbetrieb mit mehr als 50 Prozent ihrer Nennleistung, was sich günstig auf den Wirkungsgrad auswirkt. Fällt einer der beiden Transformatoren aus, wird der verbleibende gezielt mit Überlast betrieben und dann besonders gekühlt. Somit herrscht in der überwiegenden Betriebssituation ein günstiger Wirkungsgrad.

Das gesamte Konzept des SIGUV-Rechenzentrums ist von Flexibilität und Modularität gekennzeichnet: Alle baulichen und technischen Anlagen sind so weit vorgedacht, dass Erweiterungen in kürzester Zeit umzusetzen sind. Und Erweiterungen werden genau dann realisiert, wenn der Bedarf wächst – etwa durch Neukunden.

Höchste Sicherheit durch VCA

Auch das ganzheitliche Sicherheitskonzept des SIGUV-Rechenzentrums basiert auf zukunftsweisender Technologie. Grundstücksgrenze und Gebäudevorfeld sind mit einem VCA-gestützten Überwachungs- und Detektionssystem ausgestattet, das sicherheitsrelevante Ereignisse erfasst und störende Ereignisse identifiziert. Ohne Schnittstellen und Reibungsverluste und ohne Auslösung von Fehlalarmen wird das sich anbahnende Schadensereignis bis zu einer gerichtsverwertbaren Dokumentation detektiert. Das Wachpersonal erfährt dadurch eine immense Entlastung.

Mit Hilfe lernender Algorithmen wertet diese Videoanalyse (Video Content Analytics, VCA) permanent die gelieferten Kamerabilder aus. So können Eindringlinge bereits an der Grundstücksgrenze entdeckt werden, gleichzeitig ist das System in der Lage, Brände bereits zu erkennen, wenn sie gerade erst entstehen.

 

RZ-Infotainment vom Feinsten

Ein besonderes Highlight der Einweihungsfeier bildete eine begleitende Ausstellung. Hierzu hatte man sich bei HDP überlegt, den Neubau des RZ einfach „virtuell“ ins HDP-Gebäude zu holen und so den Gästen zugänglich zu machen. Kurzerhand wurde das Meeting-Center, ein Tagungsbereich im HDP-Gebäude, in ein RZ-Infocenter umgewandelt, in dem die Gäste nach Belieben flanieren und sich zum „echten“ Rechenzentrum informieren konnten. Ein Kino mit Kurzfilmen zum Bauprozess, Zeitraffer-Videos, 3D-Animationen mittels VR-Brillen, ein Showroom mit Infowänden zu bestimmten Schwerpunktthemen und eine Fotobox sorgten für ein gelungenes „Infotainment“ rund um den Neubau. Selbst der Flur wurde mit einer Fototapete versehen und vermittelte den Gästen den Eindruck, als stünden sie mitten im Korridor des Rechenzentrums zwischen den Serverschränken.

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